VON DIANA HASS, Kölnische Rundschau vom 21.07.2020
Mit einem Schnitt durch die blaue Schleife startete Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker (CDU) am Dienstag ein neues Angebot der Volksbank Köln Bonn. Im Selbstbedienungs-Bereich der Filiale an der Sülzburgstraße gibt es nun einen so genannten eKiosk. Die Filiale ist einer von 23 ausgewählten Standorten in ganz Deutschland, an denen rund um die Uhr digitale Bestellungen ausgeführt werden können.

Kunden können sofort einsatzfähige Gutscheine für Playstation, Netflix, Amazon und Co. kaufen, neue SIM-Karten erwerben und ihr Prepaid-Guthaben aufladen. „Das Besondere ist, dass die Mobilfunkkarten direkt freigeschaltet werden können“, sagt Stephan Grüll, Vorstand von VR-Entertain. Über eine 3D-Kamera und einen Ausweisscanner am Terminal können sich die Kunden vor Ort legitimieren.

Der Vorteil: Eine aufwändige Identifizierung durch Videoanruf oder Postident-Verfahren ist nicht mehr nötig. „Dieses Verfahren ist einzigartig und durchläuft derzeit den Freigabeprozess bei der Bundesnetzagentur“, teilt die Volksbank mit.

Volksbank-Vorstand Jürgen Neutgens sieht mit dem neuen Angebot die Filialen im Aufwind. „Der eKiosk wird unsere Standorte beleben und Chancen auf Zusatzgeschäft bringen“, hofft er. Die Hoffnung ist nicht unbegründet: Schließlich können alle Interessierten den Kiosk nutzen, man muss kein Volksbank- Kunde sein.

Ab Oktober sind weitere Funktionen geplant. Dann sollen auch Tickets für Konzerte oder Theater direkt am elektronischen Kiosk zu haben sein. „Das Angebot soll einen Nutzen stiften für das Viertel“, sagt Neutgens. Möglich sei auch, dass es beispielsweise Karten für das Weißhauskino oder Angebote des lokalen Gewerbes über den Terminal gibt. „Dass man hiermit in Zukunft auch lokale Partner unterstützen kann, finde ich toll“, sagte Helga Blömer-Frerker und ließ sich von Jovica Stojceski von der Michael Telecom den Kiosk erläutern.

> Artikel im Original als PDF (veröffentlicht in der Kölnische Rundschau vom 21.07.2020)